Vortrag: Ethik + Moral, die Prinzipien von Camillo und Adriano Olivetti:

 

Ethik – Moral – Humanität – Kultur – Profit – Kunst – Architektur

Ziel:

Wir leben in einer Zeit, in der Ethik und Moral in unserer Gesellschaft eher eine geringe Rolle spielen. Das gilt für Unternehmen, für Verbände, für die Politik, für die Kirchen und auch für den privaten Bereich. Die täglichen Nachrichten über Korruption, Betrug, Lügen, maßlose Geldgier usw. sprechen Bände. Da musste es dann halt mein ehemaliger Arbeitgeber, das italienische Büromaschinenunternehmen Olivetti, und die Herren Camillo Olivetti und sein Sohn Adriano Olivetti sein, deren Geschichte beweist: Es geht auch anders.

Anlässe

Tagungen, Firmenveranstaltungen, Verbandsveranstaltungen, Parteiveranstaltungen uvm.

Zielgruppen:

  • Unternehmerinnen und Unternehmer
  • Verbände
  • Gewerkschaften
  • Menschen, für die Ethik und Moral eine Bedeutung haben

Zeit: 45 – 60 Minuten

Inhalte (Auswahl):

  • „Eine Fabrik ist nicht nur zum Geld verdienen da“. Das Motto von Adriano  Olivetti
  • Ethik + Moral in der Unternehmensführung
  • Kultur + Kunst + Architektur, der Mehrwert eines zukunftorientierten Unternehmens.
  • Die Power der Menschlichkeit
  • Der Profit und seine Verteilung

Die Fabrik kann nicht nur einfach auf den Profit schauen. Sie muss Reichtum, Kultur, Leistungen, Demokratie auf alle verteilen. (Zitat Adriano Olivetti)

Ergänzender Text zum Inhalt des Vortrages

Camillo Olivetti gründete 1908 in Ivrea (Italien) in einem kleinen, alten Backsteinbau,  das Büromaschinen Unternehmen Olivetti. Das erste Produkt war die mechanische Schreibmaschine M1. Bis zum Ende der 1920er Jahre wurde der Herstellungsprozess immer weiter rationalisiert, so dass die Arbeitszeit weiter verkürzt und 1936 den Arbeitern eine Woche mehr Urlaub pro Jahr gewährt werden konnte. 1933 wurde sein Sohn Adriano Olivetti Generaldirektor und 1938 übernahm er den Vorsitz des Aufsichtsrates. Die Firmenleitung ging damit endgültig auf ihn über. Adriano investierte in den Folgejahren einen großen Teil des Gewinns in seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die umfassenden firmeneigenen Einrichtungen und Sozialleistungen erreichten ein Niveau, dass fast alle Lebensbereiche einschloss. Neben Mutter und Kind Hilfen, die Schwangeren ihren Arbeitsplatz neun Monate nach der Geburt des Kindes bei Lohnfortzahlung sicherten und Krippenplätze bereitstellten, existierte auch eine Kinderbetreuung für Schulkinder nach dem Unterricht.

Feriensiedlungen in Marina di Massa (Toskana) und San Giacomo di Campoluc (Val d’Aosta), hatten neben Gesundheitsförderung und Entspannung der Kinder, die „Erziehung zur Gemeinschaft“ zum Ziel. Die Betriebsschulen ermöglichten den Kindern und Jugendlichen eine Ausbildung und förderten die besonders Begabten mit Stipendien bis zur Promotion am Polytechnikum in Turin. Auch auf die Fortbildung der Werksarbeiter und Angestellten wurde mit einem umfassenden Programm an Abendkursen und Fortbildungen Wert gelegt.

Zudem existierte eine werkseigene Bibliothek in Ivrea, die, Ende der 1950er Jahre, bereits 30.000 Bände zählte sowie ein „Centro Culturale Olivetti“, das, mit Vorträgen, Konzerten, Filmabenden und Diskussionsrunden ein umfangreiches Kulturprogramm bot.

Mit all diesen Maßnahmen sollte das Zugehörigkeitsgefühl und die Bindung zur Firma erhöht werden. Nicht zuletzt verfügte Olivetti auch über ein eigenes Gesundheitssystem mit zahlreichen medizinischen Diensten, das sich nicht nur um die Behandlung und Kuraufenthalte von kranken Olivetti Mitarbeitern kümmerte, sondern auch die Versorgung der Angehörigen von Arbeitsunfähigen übernahm. Neben den Fabriken, die schrittweise erweitert wurden und den zahlreichen Gebäuden für die sozialen, kulturellen und medizinischen Einrichtungen, entstanden ab den späten 1930er Jahren auch Wohnviertel für Betriebsangehörige, so dass sich die Bauten der Firma kontinuierlich in und um Ivrea ausbreiteten. Zudem existierten elf werkseigene Buslinien, die die Arbeiter und Angestellten nutzen konnten, die in Dörfern und Vororten außerhalb Ivreas wohnten. Damit ergab sich ein Netzwerk, dass sich nicht nur auf die Organisation der Arbeit in den Fabriken erstreckte, sondern auch infrastrukturell und territorial in das Umland übergriff.  Adriano Olivettis war es stets ein Anliegen, eine Verbindung zwischen einer vorbildlichen und effizient arbeitenden Industrie zu schaffen und diese mit kollektiven Einrichtungen für die Arbeiter und Angestellten zu verbinden.

Das Unternehmen entwickelte sich bis in die 60er Jahre zum zweitgrößten Büromaschinenhersteller der Welt (hinter IBM). 1960 starb Adriano Olivetti,  mit 59 Jahre nach einer Hirnblutung in Aigle, Schweiz. Den Motor, Innovator und Visionär des Unternehmens gab es ganz plötzlich nicht mehr.

Erzähler dieser Geschichte: Günter Greff

Sprachen: Dieser Vortrag kann zurzeit in deutscher und/oder englische Sprache gehalten werden.

Organisation: maximal 6 Personen (firmenintern) Maximal 8 Personen (offenes Seminar)

Honorar/Investition: 6.000,00 € (Pauschale) und/oder 120 € pro TeilnehmerIn

Noch Fragen? Bitte rufen Sie uns an +49 172 7414158 oder stellen Sie uns ihre Fragen über das „Kontakt“ Formular.

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